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Viele Flüssigwaschmittel enthalten das Phosphonat DTPMP, während Pulverwaschmittel meist HEDP enthält. Auch in Reinigungsmitteln wird DTPMP verwendet. Die Phosphonate dienen als Bleichstabilisatoren und verhindern den Zerfall des Bleichmittels beim Lagern. Laut Wikipedia gelangen in Deutschland ca. 4.500 Tonnen reines DTPMP jährlich in die Kläranlagen. Zu fall oder Absicht? [
| Diethylentriaminpentakis(methylenphosphonsäure) | |
| Andere Namen | {[(Phosphonomethyl)imino]bis[ethan-2,1-diylnitrilobis(methylen)]}tetrakisphosphonsäure DTPMP |
| Summenformel | C9H28N3O15P5 |
DTPMP ist ein hervorragender Inhibitor für mineralische Ablagerungen (zum Beispiel CaCO3, BaSO4, SrSO4) und ein leistungsfähiger Komplexbildner. Ausgewählte DTPMP-Produkte sind nach dem nordamerikanischen Standard NSF/ANSI/CAN 60 für die Anwendung in der Herstellung von Trinkwasser zertifiziert.
Diethylentriaminpentakis(methylenphosphonsäure) (kurz DTPMP) ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Phosphonsäuren.
Diethylentriaminpentakis(methylenphosphonsäure) kann ausgehend von Diethylentriamin gewonnen werden.[2]
Diethylentriaminpentakis(methylenphosphonsäure) ist eine bernsteinfarbige Flüssigkeit mit schwachem Geruch, die vollständig mischbar mit Wasser ist.[1]
Verwendung
Diethylentriaminpentakis(methylenphosphonsäure) wird als mehrzähniger Chelatbildner und als Kristallisationsinhibitor (Antiscalant) verwendet.[3] Er wird auch als Korrosionsschutzmittel[4] und Bleichstabilisator[5] eingesetzt.
DTPMP als Quelle von Glyphosat
Mittels einer Metaanalyse und Modellrechnungen wurde 2024 gezeigt, dass sich die Konzentrationsverläufe von Glyphosat in europäischen Flüssen nicht alleine durch die herbizide Verwendung von Glyphosat erklären lassen.[6] Glyphosat könnte ein Abbauprodukt von DTPMP sein, das aus Waschmitteln (als Wasserenthärter), industriellen Reinigungsmitteln usw. über Kläranlagen in großen Mengen in die Gewässer gelangt.[7][8][9] So gelangen beispielsweise in Deutschland ca. 4500 Tonnen reines DTPMP jährlich in die Kläranlagen.[10] In einer im März 2025 veröffentlichten Studie wurde diese Vermutung bestätigt.[11
Einzelnachweis
Verena Tang: https://www.spektrum.de/news/klaeranlagen-wandeln-waschmittelzusaetze-in-glyphosat-um/2257188 auf www.spektrum.de (18. März 2025)
